Wiederaufnahme im Großen Haus – „Sunset Boulevard“
Verlust des vermeintlichen Lebensglücks eines Stars

Verdammt wenig, was sich verändert hat seit den 40er Jahren, als Billy Wilder sich entschlossen hat, das verlogene Hollywood anzuprangern, indem er „Boulevard der Dämmerung“ filmisch umsetzte.

Die Geschichte vom Lotzenpotz oder Plotzenhotz oder Potzenlotz oder wie auch immer – jedenfalls am Theater Lübeck

10 Uhr, morgens, ist das zu früh fürs Theater? Möglich, aber nicht für den Räuber Hotzenplotz.

Zur Inszenierung von Grillparzers „Medea oder Das goldene Vlies“
Liebe – „ein schöner Name für eine fluchenswerte Sache!“

Medea ist eine der großen Frauenfiguren in der griechischen Mythologie. Stolz ist sie und einflussreich, als Königstocher, als Priesterin und vermeintliche Zauberin. Bedingungslos liebt sie, aber grausam ist sie, wenn sie seelisch verletzt wird. In ihrem Leid tötete sie ihre Kinder.

Auf der Suche nach Wärme und Anerkennung
Oliver!

Mehr als 60 junge Darsteller bringen das Musical „Oliver Twist“ nach Charles Dickens mit der Musik von Lionel Bart ins Große Haus. Dieses Musical zwingt zum Nachdenken. Wenn auch das Original vor mehr als 100 Jahren in Form von Fortsetzungsheftchen erschienen ist, so trifft Dickens auch in heutiger Zeit den sozialkritischen Aspekt und lässt keinen kalt.

Valeska Gert zum 125. Geburtstag
„Ich will ich selbst sein.“

„Ich würde nie einen Geliebten heiraten, ich heirate nur Freunde“, bekennt die 83-jährige Valeska Gert 1975 in der ersten deutschen Talkshow „Je später der Abend“.

Szenen aus dem Wilden Westen mit dem Schweriner Ballett
Vom Pfeifen im Dunkeln oder die Lösung der Frage "Who shot the sheriff?"

Recht bleihaltig war die Luft im Schweriner E-Werk. Wo früher die Transformatoren knisterten, tummelten sich Indianer und Squaws, Cowgirls und Cowboys, bekämpften und liebten sich, befreiten Ganoven aus dem Gefängnis oder zelebrierten schaurige Rituale, gingen als Gehenkte auf Erfahrungstrip oder feierten mit ungezogenen Mädchen wilde Partys.

Franz Schrekers Oper als Lübecker Erstaufführung
„Der ferne Klang“ ganz nah

Das Opernwerk von Franz Schreker (1878 bis 1934) ist wenig bekannt, nicht nur in Lübeck. 105 Jahre nach der Uraufführung in Frankfurt/Main ist nun „Der ferne Klang“ in einer sehr ungewöhnlichen Inszenierung in Lübeck erstmals zu erleben.

Gioachino Rossini in Kiel
„Tell“ und die Freiheit der Kunst

Zunächst „Fame – Das Musical“ und nun doch die Grand Opéra: Kiel wählte dafür Gioachino Rossinis „Wilhelm Tell“. Seit 1928, seit fast 90 Jahren stand der Schweizer Nationalheld dort als Heldenbariton nicht mehr auf der Bühne.

Verdis „Otello“ in Schwerin
Kühle Präsenz statt Leidenschaft

Große Oper war angekündigt. Das Mecklenburgische Staatstheater in der Landeshauptstadt Schwerin hatte zu Verdis „Otello“ eingeladen (13. Oktober 2017). Das Haus setzte damit einen herausfordernden Akzent zur Eröffnung einer Opernsaison, die im übrigen Verlauf eher durch den Rotstift des Kassenwarts gefärbt scheint.

Fotoimpressionen von der 11. Lübecker Theaternacht

Die Lübecker Theaterszene präsentierte eine Nacht lang ihre künstlerische Vielfalt. 28 Theater, Ensembles und Projekte boten vielfältigste Einblicke in die Welt der darstellenden Kunst in Lübeck.