Pianist Viktor Soos gewinnt 54. Possehl-Musikpreis

Den 54. Wettbewerb um den Possehl-Musikpreis an der Musikhochschule Lübeck (MHL) hat der Pianist Viktor Soos für sich entschieden. Der 21-Jährige erspielte sich mit Werken von Bach, Beethoven und Boulez den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis.

Der in Backnang geborene Pianist, der bei Professor Konrad Elser an der MHL studiert, kann damit auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: Er entschied auch den Yamaha Stipendienwettbewerb der YMFE Mitte Februar in Rostock für sich und ging als Preisträger aus dem Kissinger Klavierolymp hervor. Als Finalist beim Deutschen Musikwettbewerb 2017 gewann er ein weiteres Stipendium und wurde in die Bundesauswahl junger Künstler aufgenommen.

Konzertauftritte führten ihn unter anderem nach Chile, Finnland, Frankreich, Italien und Tschechien und zu international renommierten Festivals wie den Donaueschinger Musiktagen und dem Kissinger Sommer. Er ist Stipendiat der Stiftung „Live Music Now“, der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Soos war unter anderem achtfacher Bundespreisträger „Jugend musiziert“. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er mit sechs Jahren. Dass er sich auch in seinem Studium der Musik widmen würde, stand für ihn nicht in Frage: „Ich wollte nie etwas anderes machen.“ Der junge Pianist pflegt ein breites Repertoire und sieht Kammermusik als einen seiner Schwerpunkte an.

Dr. Ole Krönert, Vertreter der Possehl-Stiftung und Vorsitzender der Jury, gab nach der Finalrunde heute im Großen Saal die Preisträger bekannt und lobte das hohe künstlerische Niveau der zweiten Runde. Es bewog die Jury, jeden der fünf Finalisten mit einem Preis zu bedenken. Den mit 3.000 Euro dotierten zweiten Preis teilen sich der Organist Lars Schwarze (Klasse Prof. Arvid Gast) und das Geschwisterduo mit Cello und Klavier Anouchka und Katharina Hack (Klasse Prof. Troels Svane und Prof. Konstanze Eickhorst). Auch der dritte Preis wurde geteilt: Jeweils 1.000 Euro erhalten der Bratschist Olof von Gagern (Klasse Prof. Barbara Westphal) und der Pianist Zulfat Fakhraziev (Klasse Prof. Konstanze Eickhorst). Der Klavierstudent Jakob Linowitzki wurde außerdem mit dem Preis für die „Beste Klavierbegleitung“ ausgezeichnet.

Zwölf Studierende der Fächer Flöte, Trompete, Fagott, Viola, Violoncello, Klavier und Orgel hatten sich beworben und traten gestern und heute in zwei Runden mit rund halbstündigen Programmen gegeneinander an. In der Jury saßen neben Dr. Ole Krönert auch Prof. Dr. Christine Klein als Vertreterin der Possehl-Stiftung und Prof. Gerd Uecker als Vorsitzender des MHL-Hochschulrates. Vertreter der MHL waren Präsident Prof. Rico Gubler sowie die Professoren Christoph Eß und Heime Müller, weiterhin der Musikredakteur Dr. Christian Strehk als externer Juror.

Beim Preisträgerkonzert am Donnerstag, 18. Januar um 19.30 Uhr werden die Gewinner ihre musikalischen Fähigkeiten im Großen Saal der MHL noch einmal unter Beweis stellen.

Den Possehl-Musikpreis verleiht die Jury seit 1962 an MHL-Studierende, die aufgrund ihrer Begabung und Leistungen eine besondere Anerkennung und Förderung verdienen. Renommierte Solisten und Ensembles, wie die Klarinettistin Shirley Brill, der Cellist Thomas Grossenbacher und das Artemis-Quartett waren Preisträger des Wettbewerbs. 2016 gewann ihn die Cellistin Margreta Häfer aus der Klasse von Prof. Troels Svane.

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