| Die Vorfreude hat sich gelohnt – das Dockville Festival glänzte nicht nur mit Sonnenschein |
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Dienstag, 14. August 2012
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![]() Abendstimmung auf dem Dockville Festival So konnte es endlich losgehen ... mit bunten Tänzen und ausgelassener Stimmung. Zunächst gab es viel zu entdecken, denn Künstler und Bastler hatten die Wochen zuvor ganze Arbeit geleistet. Holzbauten luden zum Klettern ein und versteckte Wege führten zu lauschigen Plätzchen mit Hängematten. Bäume und Büsche waren kunstvoll mit unterschiedlichsten Materialien dekoriert und kamen am Abend durch farbenfrohe Lichtinstallationen noch einmal mehr zur Geltung. Als noch relativ junges Festival hat sich das Dockville in den letzten sechs Jahren zu einem der größten Events des Nordens entwickelt. Im ersten Jahr fanden noch etwa 5.000 Musik- und Kunstfreunde den Weg nach Hamburg Wilhelmsburg. Die Besucherzahlen schnellten in die Höhe und mittlerweile ist das Dockville Festival nicht nur ein Muss für alle Hamburger. Unzählige Besucher wurden auch dieses Jahr durch das hochkarätige Line-up mit rund 200 internationalen Bands und DJs angezogen. Das Besondere am Festival sei, dass es direkt vor der Tür stattfindet, meint der Musiker Tom Klose. Selber auftreten zu dürfen bedeute ihm, nachdem er ein Jahr zuvor als Besucher noch davon geträumt hatte, sehr viel. Am aller meisten Freude würden ihm Live-Auftritte bereiten - und das sah man spätestens, als er mit seiner Band die Zuschauer vor der Bühne zum Jubeln brachte. Nach diesem grandiosen Auftritt sollte es niemanden mehr wundern, wenn der Hamburger bald auf noch größeren Bühnen steht. In Australien schon vielen ein Begriff, bot die Indie-Rock-Band Boy & Bear aus Sydney eine hervorragende Show. Durch Auftritte mit Künstlern wie Angus & Julia Stone sowie Mumford & Sons standen sie bereits auf großen Bühnen und hätten mit ihren Songs zu etwas späterer Stunde mit Sicherheit noch mehr Festivalbesucher begeistern können. Die Hamburger Bands Waves of Joy als Geheimtipp und Me Succeeds, die eine Menge Electo-Pop-Fans zur Vorschot-Bühne lockten, überzeugten mit hochklassigen Auftritten. Future Islands aus Baltimore hatten ihren großen Auftritt auf der Maschinenraum-Bühne, die am äußeren Ende des Geländes ihren ganz besonderen Charme hatte. Die 2006 neu gegründete Band ließ ihre Fans zu allerfeinstem New-Wave-Post-Punk tanzen. Mit einem Blick über die Schulter hatte man dabei Gelegenheit, einen Teil der Hafenanlage auf sich wirken zu lassen. Samstagnacht war Höhepunkt für alle Hip-Hop-Fans. Der deutsche Rapper Marsimoto, auch als Marteria bekannt, legte in grünen Nebel gehüllt eine eindrucksvolle Show aufs Parkett. Gemäß Basketballmanier gingen alle Hände in die Luft und sorgten so für die perfekte Atmosphäre. Kurz darauf wurde man von einem ganz besonderen Headliner auf der Main Stage verzaubert. James Blake machte seinem Ruf alle Ehre und ließ seine Zuschauer mit sanften Klavierklängen, elektronischen Elementen und seiner unverwechselbaren Stimme in eine ganz eigene Welt eintauchen. Diejenigen, die immer noch nicht genug hatten, konnten bis tief in die Nacht vor der Nest-Bühne zu feinstem Elektro tanzen. Im Laufe des Sonntags sah man zwar schon den einen oder anderen Camper das Gelände verlassen, allerdings gab es auch am letzten Tag des Festivals einige musikalische Leckerbissen zu bestaunen. Me And My Drummer zeigten sich von ihrer besten Seite und vermischten Stimme, Schlagzeug und Piano zu einem berauschenden Klang. In Golden Tears ließen es auf der Vorschotbühne krachen und werden wohl jedem im Gedächtnis bleiben. Bei strahlendem Sonnenschein und staubigem Boden wurden die geschätzten Grünflächen nahe der Hauptbühne des letzten Jahres etwas vermisst. Ansonsten hatten die Organisatoren mit überragenden Künstlern, einem super Ablauf und Schönwetterbestellung alles richtig gemacht. Die Freude über die Zusage, dass das Festival auch 2013 und 2014 wie gewohnt auf der Elbinsel stattfinden kann, ist groß. Jetzt heißt es wieder vorfreuen und auf Karten warten. Fotos: © Manfred Steger
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