| Ein bewegender Abend voll Musik und Spiritualität mit Xavier Rudd und Donovan Frankenreiter |
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Montag, 6. August 2012
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Pünktlich um 20 Uhr stimmt David Jonas, ein junger deutscher Nachwuchsmusiker, solo mit seiner Gitarre auf einen vielversprechenden Abend ein. Nach kurzem Umbau wird es rockig auf der Bühne mit Donovan Frankenreiter, der mit fünf Bandmitgliedern die Bühne erobert. Percussions, Drums, E-Gitarre, Keyboard, E-Bass und Frankenreiter selbst mit „Schelm“ und Melone beeindrucken das bereits glühende Publikum. Die Musik bringt spürbar Bewegung in die Menge, ringsum werden die Werbeflyer zu im Takt tanzenden Fächern. In der nächsten guten Stunde wechselt der Stil wie Wind und Wetter, von Rock zu Pop zu Country zu Balladen. Emotionale Begeisterung löst Frankenreiter mit der Ballade Call me Papa für seine Familie aus. Er wirkt dabei ausgelassen und natürlich. Gleichzeitig strahlt er mit seinem Äußeren eine charmante Verwegenheit aus und so drängt sich das Gefühl auf, der Wilde Westen sei zurück. Frankenreiter und Band verschmelzen bei geschätzten 40°C mit dem Publikum und holen sich mit einer stimmbegabten jungen Frau Unterstützung auf die Bühne. Und als es am schönsten ist, ist auch schon Schluss. Schade! Doch vielen im Publikum merkt man an, dass sie noch auf einen weiteren Künstler warten. Manch anderes Konzert wäre zu dieser Zeit bereits vorbei, aber heute Abend geht es noch einmal richtig los. Xavier Rudd, der Tausendsassa an Gitarre, Didgeridoo und Drums gleichzeitig, startet mit pulsierender Energie. Den Tempowechsel in seinen Songs gestaltet er mit eindringlichen Trommelrhythmen, satten Bassklängen aus dem Didgeridoo bis hin zu spirituell anmutenden Klängen aus seiner Mundharmonika und sehnsüchtigen Gitarrenmelodien. Neben unglaublichem Talent strahlt Rudd eine große Authentizität und Bodenständigkeit aus. Auf der Bühne wirkt er zurückhaltend, fast schon schüchtern. Doch mit seiner außergewöhnlichen Musik lässt er keinen im Publikum unbewegt, im wahrsten Sinne des Wortes stehen im Laufe des Abends weder Füße noch Emotionen still in der Großen Freiheit. Gegen Mitternacht taucht dann Frankenreiter nochmal auf der Bühne auf und die beiden Musiker lassen den Abend mit einem gemeinsamen Gitarrenduett ausklingen. Mittlerweile ist es spät geworden, doch selbst nach vier Stunden bewegender Musik fordert das Publikum mehr, mehr - das es hoffentlich bald wieder gibt. Ein Abend voller Energie und Spiritualität wird wohl allen in Erinnerung bleiben. Fotos: © Moritz Detel
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