| Roskilde 2010/ Warm Up - Punk für AC\DC Fans |
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Dienstag, 29. Juni 2010
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Seit nunmehr zwei Tagen ist das Roskilde-Festival im Gang. Natürlich
nicht das eigentliche Festival, sondern das "Warm Up", welches aber
schon, wie immer, einiges zu bieten hat. Im "Warm Up" findet man Bands, von denen das Roskilde-Booking
glaubt, die wären die Burner von morgen. Manchesmal wendet man sich vor Grauen ab, wünscht sich, die hätten noch ein wenig geübt, aber manchmal findet man auch das pure Gegenteil. Am heutigen Dienstag spielten Night Fever aus Kopenhagen. Und was für eine Mischung. AC/DC + Ramones und mehr Speed. Sehr junge Musiker, der Sänger trotzdem schon eine absolute Rampensau, die darüber hinaus auch noch über einen Stimmumfang von drei Oktaven verfügt und im Stimmausdruck nahtlos zwischen den Old-School Punkbands und AC/DC (ja gut - nicht Bon Scott, aber der Neue) umzuschalten weiß. Unterstützt wird er von einer sehr dicht zusammenklingenden Gitarrensektion, deren eine Hälfte (Mathias Friborg) erst zum Konzert aus einjähriger Haft entlassen wurde, die ihm auferlegt wurde wegen Terroismus (er war einfach da, als im Zuge der Auseinandersetzungen um das Kopenhagener Ungdomshuset wahllos irgendwelche Leute festgenommen und als "Terroristen" verurteilt wurden). Auch der Rest der Band gehört in das Umfeld des Ungdomshuset und sie freuen sich, endlich wieder zusammen auf die Bühne zu kommen. Insgesamt kommt die explosive Mischung aus Hardcore und Hardrock (jeweils Old-School) sehr gut an und wir können nur hoffen, dass diese Band ihren Weg auch einmal nach Lübeck finden wird. Im Gespräch nach dem Konzert geht es viel um die Aktionen rund um das Ungomshuset - Mathias hat die Knastzeit soweit gut überstanden. Auf die Frage, warum die Ansagen auf schwedisch gemacht wurden, antwortet Sänger Salomon "um die schwedischen Prolls im Publikum auf den Arm zu nehmen". Später geht es zu den Skater-Ausscheidungen in dem großzügig ausgelegten Skater-Gelände. Die gleiche Musik: Punk über Hardrock bis Danzig. Kein Wunder - die DJinna ist eine Freundin der Band, die ich vorher dort im Backstage traf. Rechtzeitig zum Skaten wird sie abgelöst und es kann, wie es sich gehört, seelenloser Hip-Hop gereicht werden. Das Gesamtfeeling - puh, was soll man in der Hitze schon schreiben. Alles geht langsam, relaxed und man bemerkt erst langsam, was sich alles im Vergleich zum letzten Jahr geändert hat (darüber später). Von allen Seiten her hat man aber das Gefühl, dass das Ganze sehr viel relaxter vor sich geht, als früher. Hoffen wir, dass es so bleibt... CDs von "Night Fever": www.hjernespind.com |
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Seit nunmehr zwei Tagen ist das Roskilde-Festival im Gang. Natürlich
nicht das eigentliche Festival, sondern das "Warm Up", welches aber
schon, wie immer, einiges zu bieten hat. Im "Warm Up" findet man Bands, von denen das Roskilde-Booking
glaubt, die wären die Burner von morgen.





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