| 9. Sinfoniekonzert - Zyklus. Engelsgesang. |
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Mittwoch, 23. Juni 2010
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Tradition sei nicht die Anbetung der Asche, sondern »Bewahrung des Feuers«, so äußerte Gustav Mahler einst ein künstlerisches Credo, das sich aus seinen Sinfonien ohne Zweifel herauslesen lässt: Aufs Engste mit allem Vorangehenden verknüpft, findet Mahler doch immer wieder zu neuem Ausdruck und neuen Formen; so ist jede seiner Sinfonien individuell in Gestalt und Gehalt. »Symphonie heißt mir eben: mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen. Der immer neue und wechselnde Inhalt bestimmt sich seine Form von selbst«, meldete er seiner damaligen Freundin, der Sängerin Anna von Mildenburg, während der Entstehung der dritten Sinfonie. Hatte bereits die Zweite eine monumentale Länge und – nach der instrumentalen ersten Sinfonie – auch Soli und Chor aufgewiesen, so ging der Komponist in seiner Dritten noch einen Schritt weiter. Rund 100 Minuten Musik, großes Orchester, Alt- Solo, Frauen- und Knabenchor bestimmen den Klang, und einmal mehr gelingt es Mahler, mit dem einzigartigen Nebeneinander von Sublimem und Alltäglichem einen eigenen erzählerischen Kosmos zu erschaffen. »Nun aber denke Dir ein so großes Werk, in welchem sich in der Tat die ganze Welt spiegelt – man ist, sozusagen, selbst nur ein Instrument, auf dem das Universum spielt«, formuliert der Künstler seinen Eindruck während der Komposition der Sinfonie. Der Erfolg blieb dem ambitionierten Projekt nicht verwehrt. Enthusiastisch feierten Publikum und Presse die erste öffentliche Aufführung des Werkes 1902: »Den Jubel zu schildern, der nach der Symphonie ausbrach, und Mahler immer wieder hervor rief, wohl ein Dutzend Mal, ist nicht möglich. Das war kein bloßes Feiern, das war eine Huldigung.« Mit der Sinfonie Nr. 3 d-Moll machen das Philharmonische Orchester und Roman Brogli-Sacher einen weiteren Schritt zur Vollendung des Mahler-Zyklus, der in der Saison 2001/2002 begonnen wurde. Musikalische Kinderbetreuung während des Sonntagskonzertes in Kooperation mit der Musik- und Kunstschule Lübeck und mit der freundlichen Unterstützung der Orchesterfreunde Lübeck e.V. Einführung für Konzertbesucher eine Stunde vor Konzertbeginn in der MuK. Dirigent: Roman Brogli-Sacher Alt: Luisa Islam-Ali-Zade Chöre: Damenchor des Theater Lübeck (Einstudierung Joseph Feigl), Lübecker Knabenkantorei (Einstudierung Michael D. Müller) 9. Sinfoniekonzert Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 3 d-Moll Sonntag, 27. Juni 2010, 11 Uhr Montag, 28. Juni 2010, 20 Uhr Musik- und Kongreßhalle Lübeck Online-Tickets |
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Tradition sei nicht die Anbetung der Asche, sondern »Bewahrung des Feuers«, so äußerte Gustav Mahler einst ein künstlerisches Credo, das sich aus seinen Sinfonien ohne Zweifel herauslesen lässt: Aufs Engste mit allem Vorangehenden verknüpft, findet Mahler doch immer wieder zu neuem Ausdruck und neuen Formen; so ist jede seiner Sinfonien individuell in Gestalt und Gehalt.





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