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"Flying down to Rio" - ein Szenario aus der Weltwirtschafts-Kriminalität |
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Von Uta Lemper
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Montag, 8. Februar 2010
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Das Theater Lübeck hat dieses Stück, verfasst von Michael Wallner, im Jungen Studio uraufgeführt. Der Börsenheld Dirk Fischer flieht nach dem letzten großen Finanz-Crash
nach Rio, versucht einen Selbstmord, beginnt eine Affäre mit einer
ihrerseits krisengebeutelten Ureinwohnerin und kehrt schließlich
unbelehrt und ungeläutert in die ebenfalls unveränderte
mitteleuropäische Finanzwelt zurück. Mit Anne Schramm (Tamoya) und Jörg-Heinrich Benthien (Dirk Fischer) haben die beiden Hauptdarsteller sowohl schauspielerische als auch akrobatische Glanzleistungen geboten und ihre Rollen sogar kopfüber von einem Flaschenzug hängend gemeistert. Die Bühne besteht zum größten Teil aus Wasser und aus einem Pfahlbau, wie er zum Beispiel auch in den Sümpfen und Klongs von Bangkok, Hong Kong oder Singapur hätte stehen können. Die Darsteller waten in auffälligen Gummistiefeln im seichtem Wasser herum und liefern sich grobe, mörderische Szenen. Zum erlösenden Schluss wird der kriminelle Börsenheld von der Ehefrau Liane (Claudia Hübschmann) in seine alte, künstlich aufgeblasene Finanzwelt zurückgeholt. Alles geht weiter wie vorher, weder Absturz, Verzweiflung noch Todeserfahrung haben den bösen Helden ändern können. Fazit: Die Hauptrollen sind mit guten Akteuren besetzt, aber die Handlung ist insgesamt fragwürdig. Weitere Aufführungstermine: Theatertag Fr 05/02/10, 20 Uhr; Do 11/03/10, 20.00 Uhr; Sa 13/03/10, 20.00 Uhr    Fotos: (c) Thorsten Wulff
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