| Natalja Gontscharowa - Zwischen russischer Tradition und europäischer Moderne |
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Dienstag, 2. Februar 2010
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Natalja Sergejewna Gontscharowa war eine russische Malerin. Sie gilt gemeinhin auch als erste Futuristin. Die Retrospektive über die russische Avantgardekünstlerin, die bereits in Rüsselheim in den Opelvillen ausgestellt wurde, hat internationale Aufmerksamkeit erlangt. Sie wird nun auch in Lübeck gezeigt. Am Sonntag, 7. Februar ist in der Kunsthalle St. Annen Vernissage. Gemeinsam mit Michail Larionow, Kasimir Malewitsch u. a. war Natalja Gontscharowa eine entschiedene Verfechterin des Neoprimitivismus, einer Erneuerungsbewegung der russischen Kultur, deren Quelle die Volkskunst war und die sich besonders eindrucksvoll in der Literatur und der Musik, wie etwa bei Igor Strawinsky manifestierte. Zu Beginn Ihres künstlerischen Schaffens entstanden in Anlehnung an die russische Volkskunst farbenfrohe und leuchtende Bilder, denen Arbeiten folgten, die sich an der Ikonenmalerei orientierten und nicht nur der russischen Avantgarde sondern auch den deutschen Expressionisten wichtige Impulse gaben. Sie begründete gemeinsam mit ihrem damaligen Lebensgefährten und späteren Mann Michail Larionow sowohl den Kubofuturismus als auch den Rayonismus als wichtige, impulsgebende Stilformen für die Kunstentwicklung des 20. Jahrhunderts. Natalja Gontscharowa hinterließ ein umfangreiches, vielschichtiges, zugleich aber auch stilpluralistisches Werk, das nun, nach der Erstpräsentation in den Opelvillen in Rüsselsheim, in der Lübecker Kunsthalle und anschließend im Angermuseum in Erfurt in einer monographischen Werkschau der Öffentlichkeit vorgestellt wird. ![]() © Staatliche Tretjakow Galerie, Moskau 1917 übersiedelte Natalja Gontscharowa mit Larionow nach Paris, wo die beiden zusammen arbeiteten und 1958 heirateten. Sie unterhielten enge Kontakte zur damaligen Pariser Kunstszene, wie z. B. Pablo Picasso, Fernand Léger u. a.. Für die „Ballets Russes" des Russen Sergej Diaghilew entwarf Gontscharowa Kostüme und Bühnenbilder. Die Künstlerin starb 1962 in Paris. Ihr gesamter Nachlaß kam nach Larionows Tod 1964 in die Tretjakow-Galerie nach Moskau, wo er seither, größtenteils unausgestellt, in Depots und Magazinen ruhte. Diese Ausstellung ist mit rund 70 größtenteils aus diesem Nachlaß stammenden Exponaten und einigen privaten Leihgaben die erste rein monographische Ausstellung dieser Malerin. Nach spektakulären Auktionsergebnissen in den letzten Jahren zählt Natalja Gontscharowa mittlerweile zu einer der höchst gehandelten Künstlerpersönlichkeiten weltweit. Ihr Gemälde Apfelernte wurde für 4,948 Millionen Pfund Sterling, also für rund 10 Millionen Dollar, bei Christie's versteigert. Im Juni 2008 wurde ein weiteres ihrer Gemälde, das Stillleben Blumen aus dem Jahre 1912, ebenfalls bei Christie's in London zum Preiese von 10,8 Millionen US-Dollars verkauft. Vernissage Sonntag, 7. Februar 2010, 11.30 Uhr Grußwort: Bernd Saxe Grußwort: Vertreter des Generalkonsulats der Russischen Förderation, Hamburg Einführung: Irina Lebedewa, Generaldirektorin der Staatlichen Tretjakow-Galerie, Moskau Einführung in die Ausstellung: Dr. Thorsten Rodiek Musik: Maxim Wolgin, Klarinette Kulturtermine Do, 04. März, 19 Uhr Kunsthalle St. Annen Lesung: Von der Avantgarde in den Untergrund: Texte zur Russischen Kunst 1968 - 2006 mit Hans-Peter Riese (Kulturjournalist, Köln) Eintritt: € 7,-/3,50 Sa, 13. März, 19 Uhr Kunstcafé St. Annen ... eine Offenbarung!" Russische Texte und Speisen im Kunstcafé dazu Moderation von Dr. Alexej Baskakov und Lesung von Texten von Dostojewski, Tolstoi und Tschechow Bitte Anmeldung unter: 8898404, Mindestteilnehmerzahl: 10 Pers. Do, 06. Mai, 20 Uhr Kunsthalle St. Annen Klingendes Russland mit Maxim Wolgin (Klarinette) und Vadim Goldfeld (Klavier). Werke von S. Rachmaninow, A. Grechaninow, M. Glinka und I. Stravinsky Im Anschluss Erläuterungen zu ausgewählten Werken in der Ausstellung Eintritt: € 7,-/3,50 Natalja Gontscharowa - Zwischen russischer Tradition und europäischer Moderne Ausstellung vom 7. Februar bis 30. Mai 2010 Öffnungszeiten: 1. Januar 31. März Di-So 11-17 Uhr, 1. April bis 30. Mai 10-17 Uhr Kunsthalle St. Annen Titelbild: Frauenakt (vor gelbem Hintergrund), 1909/10 Öl auf Leinwand, 118,5 x 97 cm Staatliche Tretjakow Galerie, Moskau |
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Natalja Sergejewna Gontscharowa war eine russische Malerin. Sie gilt gemeinhin auch als erste Futuristin. Die Retrospektive über die russische Avantgardekünstlerin, die bereits in Rüsselheim in den Opelvillen ausgestellt wurde, hat internationale Aufmerksamkeit erlangt. Sie wird nun auch in Lübeck gezeigt. Am Sonntag, 7. Februar ist in der Kunsthalle St. Annen Vernissage.





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