Arkona: Goi, Rode, Goi! Melde Dich an, um diesen Artikel auf deinem Merkzettel zu speichern. Artikel drucken Artikel als E-Mail versenden
Von Marvin
Mittwoch, 3. Februar 2010
Obwohl schon seit 2002 bestehend, hat die russische Pagan-, Folk- und Black-Metal Band Arkona erst seit 2004 um die zentrale Figur und Frontfrau Maria "Mascha" "Scream" Archipowa eine stabile Besetzung. Bis dahin hat Mascha unbeirrt eben auch Alben mit Gastmusikern aufgenommen (Wosroschdenije und Lepta). Spätestens seit Ihrem Auftritt auf dem Ragnarök Festival 2008 sind Arkona in der westeuropäischen Metalszene ein Begriff und haben seither mit ihrem westlichen Label (Napalmrecords) auch einen eingeführten Partner.

Mit dem neuen Album Goi, Rode, Goi! melden sich Arkona höchst überzeugend zurück - rechtzeitig zum Auftakt ihrer ausgedehnten Tournee, die sie über Monate durch Ost-, Mittel- und Westeuropa und dabei auch am 2. Juli 2010 ins Lübecker Treibsand führen wird. Die Musik läßt sich kaum hinreichend beschreiben. Das Zentrum der Band bildet die stimmgewaltige Mascha, die vor allem in den folkloristischen Gesangsteilen einen facettenreichen Bogen von mittelalterlich-slawischen Gesängen bis zum finnischen Joiking schlägt und dabei gelegendlich von Growls oder Chören der Kollegen unterstützt wird. Instrumentell werden natürlich die üblichen Metal-Instrumente benutzt, wesentlich ist aber der reichliche Gebrauch von Flöten, Akkordeon, Sackpfeife und Balaleika.

Die gesamte Vielseitigkeit findet man bereits in dem viertelstündigem Na Moey Zemle, das in Aufbau, Instrumentierung, Komposition und Dramatik (und auch ein paar deutsche Gedichtzeilen) epische Ausmaße erreicht. Der Sound hat eine Luftigkeit, die einen unmittelbar in die unermeßlichen Weiten entführt. Arkona wird gerne mit Finntroll verglichen, die auf dem diesjährigen Rocktower-Festival (MuK & Treibsand) zu Ostern den Headliner geben werden. Wem Finntroll gefällt, dem sei auf jeden Fall diese CD ans Herz gelegt. Damit kann er dann sich auch gleich schon mal in Stimmung bringen für einen großen Konzertabend am 2. Juli 2010, wenn Arkona unsere Hansestadt im Treibsand beehrt.

Arkona: Goi, Rode, Goi, Napalmrecords (edel), 2009

Kommentare von Lesern

Absolut geniale Band mit charismatischer Frontfrau. Werden aus Bielefeld anreisen um sie zu erleben *supervorfreu*

Von DaOriginalHerb, am 07.03.2010 um 10:34
 
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