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Dieser Artikel gehört zur Themenseite "Predigt zur Kunst" |
| Leben Sie kunstvoll! |
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Sonntag, 3. Januar 2010
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Joseph Beuys entwickelte Ende der 70er Jahre seine Theorie von der Sozialen Plastik. Damit meinte er, dass alle durch ein kreatives Mitgestalten von Gesellschaft und Politik ein Gesamtkunstwerk schaffen sollten. Man stelle sich nur vor! Eine Utopie, ich weiß. Aber Neujahr ist die Zeit guter Vorsätze und Wünsche, und da kann man der Fantasie doch mal einen Ausflug gönnen. – In eine kunstvolle Welt. Wir können davon ausgehen, dass jeder Mensch über ein kreatives Potential verfügt. Das Schöpferische und somit die Grundlage für Kunst ist also in jedem vorhanden. Damit ist noch nicht jeder Mensch ein Künstler, aber je nachdem, wie viel von dieser ihm innewohnenden Kraft er in Energie und Aktion umsetzt, um so mehr wird er dazu. Nun kann die Welt ja nicht nur aus Malern, Bildhauern und was-weiß-ich-für-Künstler bestehen, aber das Prinzip Kunst kann in jedem Lebensbereich Gültigkeit haben. Eine Aufgabe kreativ anzugehen und kunstvoll umzusetzen ist in jeder Tätigkeit möglich. Der Unterschied besteht darin, das Leben, die Arbeit nicht als Routine zu sehen, sondern als künstlerische Aktion. Wie geht denn ein Künstler ans Werk? Zuerst einmal grundsätzlich. Er denkt. Er überlegt, welchen Sinn seine Arbeit haben soll, welche Botschaft sie trägt und ob sie von seiner Person authentisch umgesetzt und präsentiert werden kann. Wenn das Thema gefunden ist, der Inhalt der Arbeit umrissen wurde, sucht der Künstler nach einer Form, also dem eigentlichen Kunstwerk. Das kann ein Bild sein, eine Skulptur, ein Film, eine Musik, ein Tanz, eine Performance, ein Gedicht, ein Text, eine Aktion... Eigentlich kann es alles sein. Womit wir beim Punkt sind: In welche Form der Künstler seine Idee bringt, ist vollkommen offen. ALLES kann zu Kunst werden. Natürlich aber reichen Idee und Form nicht aus, denn die Umsetzung, also das WIE der Form ist wesentlich. Wer einen neuen und inspirierenden Gedanken auf eine Leinwand pinselt, muss noch nicht unbedingt Kunst geschaffen haben. – Man sollte auch malen können. In der Musik ist handwerkliches Unvermögen mancher „Künstler“ leicht hörbar: Ein guter Text und eine schöne Melodie nützen nichts, wenn die Musiker die Instrumente nicht beherrschen, die Sänger nicht singen können. Für die bildenden Künste gilt das gleiche. Wer sein Handwerk beherrscht, wer inspiriert, schöpferisch und inhaltsvoll arbeitet, ist schon ein Künstler. Für wirklich gute Kunst fehlt nur noch der Geist. Den Betrachter die Realität durch die inspirierte Seele des Künstlers fühlbar zu machen verzaubert ein Lied in eine Hymne, ein Bild in ein Gemälde, einen Tanz zum Gebet. Man stelle sich vor, alle Menschen würden ihre Arbeit auf diese Weise angehen. – Denkend, schöpferisch, inspirierend, geistreich, virtuos und mit größter künstlerischer Aufmerksamkeit. Die Welt wäre eine andere. Das wird so schnell nicht passieren, denn der Stumpfsinn steckt in jeder Frittentüte. Aber vielleicht haben Sie ja Lust, Ihr Leben unter die Überschrift Ich lebe kunstvoll zu stellen. Erst mal nur für ein Jahr. Sie werden überrascht sein, was sich alles ändert! Ein kunstvolles Jahr wünscht Ihnen Anja Es |
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Joseph Beuys entwickelte Ende der 70er Jahre seine Theorie von der Sozialen Plastik. Damit meinte er, dass alle durch ein kreatives Mitgestalten von Gesellschaft und Politik ein Gesamtkunstwerk schaffen sollten. Man stelle sich nur vor!





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