| Das "Projekt Deutsche Einheit" oder Warum in Schönberg die Mauer wieder steht |
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Mittwoch, 28. Oktober 2009
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![]() Klage - und Gedenkmauer in Schönberg Fährt man in Schönberg in die Lübecker Straße, stößt man auf die Mauer: Fast 4 Meter hoch, läuft sie 20 Meter an der Straße entlang, bekränzt mit Stacheldraht, gekrönt von Scheinwerfern. Die Mauer ist eine Installation des Malers und Schriftstellers Helmut Preller. Er hat sie im Rahmen seines Projekts "Deutsche Einheit" am 13. August 2009 direkt an sein Schönberger Haus gebaut. Sie soll an die Täter und Opfer an der ehemaligen innerdeutschen Grenze erinnern. Das Motto des Projekts „Auferstanden aus Ruinen“ paart sich darauf mit dem Schriftzug „Damit der Unterdrücker nicht am Drücker bleibt“. Bemalt mit Grenzszenen, beklebt mit Zitaten, mit demonstrativer Nennung der Stasi-Decknamen von Schönberger Lokalpolitikern, wird die Mauer immer mehr zu dem, was Helmut Preller von Anfang an wollte: Zu einer Klage- und Gedenkmauer, die Auseinandersetzung provoziert. In einer Stadt, die lange mit Überwachung gelebt hat und in der so manches tot geschwiegen wurde. Dass diese Provokation allerdings soviel Militanz freisetzt, war nicht zu erwarten: Immer wieder kam es seit ihrem Bau zu Beschimpfungen und zu Drohungen gegen den Künstler. Drei Löcher hat man bis jetzt in die Mauer gehackt. Blessuren, die jetzt ebenso zum Kunstwerk gehören, wie die Überwachungskameras, die Helmut Preller installiert hat. Doch wie kommt es dazu, dass dieses Monument einen so vehementen Hass auslöst? ![]() Schutz-Schild gegen Unwahrheiten Gerade ein Zugereister kann sich nicht erlauben, in Altlasten zu stochern, die die Schönberger so schön verbergen. „Wer hier nicht gelebt hat, der kann sich nicht äußern“, lautet eine Formel, auf die die Empörung gerne gebracht wird. Ein Einwand, der Herrn Preller nicht beeindruckt: „Ich kann mich doch auch gegen Kindersoldaten in Uganda positionieren, wenn ich nicht dort lebe oder selber Kindersoldat war!“ Der Künstler ist mit seiner Aktion noch lange nicht fertig: Die Mauer, die er am 13. August dieses Jahres aufgebaut hat, wird am 9. November – dem Tag des Mauerfalls – nicht einfach demontiert. Sie wird auf Reisen geschickt. Bis zum 13. August 2011, dem 50sten Jahrestag des Mauerbaus, werden 16 Künstler aus 16 Bundesländern anhand der mobilen Mauer weiterhin Dialoge anstoßen, kreativ kommunizieren und Grenzen ausloten. Helmut Preller, der auch Stadtvertreter war, hat trotz heftigster Auseinandersetzungen im Ort auch Unterstützer auf seiner Seite. Für das „Projekt Deutsche Einheit“ gibt es Sponsoren, die, ebenso wie der Künstler, den Mut haben, sich zu positionieren und die sich der Verantwortung offenbar bewusst sind, die einer Grenzregimentsstadt bei der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit zukommt. Die Vergangenheit zu begraben – das haben gerade Westdeutsche in der Zeit nach dem Ende des Nationalsozialismus erfahren müssen – ist bei der Bewältigung kollektiver Schuld ein Vorgehen, das den Start in eine unbelastete Zukunft unmöglich macht. Die beste Veranschaulichung eines Verdrängungs-Vorgangs liefert die Sondermüll-Deponie vor Ort: Weil die fachgerechte Entsorgung der giftigen Substanzen in Schönberg nicht zeitnah erfolgte, bedroht heute hochtoxisches Sickerwasser das Grundwasser einer ganzen Region. Weitere Informationen zu „Auferstanden aus Ruinen/ Das Projekt Deutsche Einheit“ unter www. fas-schoenberg.com Fotos: (c) Lutz Vogelsang |
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Die Mauer ist nun zum Glück weg. Sie diente ausschließlich zur Menschenjagd auf ungescholtene alteingesessene Bürger Schönbergs und als Hetzkampagne gegen den mit 72 % gewählten Bürgermeister. Der Künstler sollte sich schämen, derart alte Wunden wieder aufzureißen und den Bürgern ihre bereits bewältigte Vergangenheit derart arrogant vorzuführen.
Wer auch immer ein/eine von Schönberger oder ein Teil der Schönberger sein mag: bezeichnend bleibt auch in diesem Falle, dass der Verfasser zu feige ist, seinen Namen zu nennen; das sind die verinnerlichten Stasi- und Spitzelmethoden, die wohl erst biologisch verschwinden. Wie getrübt muss sich Bewusstsein zeigen, dass nicht mehr erkennt, was die Staatsform und -former der DDR mit ihren Bürgern angerichtet haben. Wie trügerisch muss ein Gedächtnis sein, wenn es nicht mehr bereit ist, sich an Befehle zu erinnern, die würdelos, sarkastisch, niederträchtig und Menschen verachtend sind aber es zuließen, sich später zum Bürgermeister wählen zu lassen. Ist diesem Mann denn -auch lange nach seiner Zeit als Mauerschütze- gar nichts heilig? Und ist seine 'Fangemeinde' von Schönbergern so vergesslich, dass sie sich diesen Ex-Bürgermeister wieder wünschen, anstatt ihn in die Ostsee zu jagen?
Ich danke Britta Koth für diesen Artikel und Helmut Preller für diese wichtige und aufklärende Aktion.
Sorry, liebe Redaktion, aber das war sehr schlecht (und einseitig) recherchiert. Mit ein wenig Phantasie kann man die Mauer eines Hamburger 'Künstlers' gerne Kunst nennen, in Wahrheit handelt es sich aber lediglich um eine politische Kampagne gegen den mehrheitlichen gewählten Bürgermeister... Sämtliche Sponsoren der Mauer stammen aus dem Lager des 'politische Gegners' unseres Bürgermeisters.
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