Alexander Jensko Melde Dich an, um diesen Artikel auf deinem Merkzettel zu speichern. Artikel drucken Artikel als E-Mail versenden
Donnerstag, 15. November 2007
Künstlername: aljen. Geboren 1962, Landsmann von Kurt Schumacher und Dr. Michael Otto. Studium der Literaturwissenschaft und Linguistik, arbeitete als Kulturpublizist, Fotograf und freier Autor. Seit Ende 1980er Wahl-Lübecker, verdient seinen Lebensunterhalt als Grafiker/ Mediengestalter. Trotz (oder wegen?) Veröffentlichungen und Ausstellungen u.a. in Schweden, Frankreich, Polen und in den USA betont aljen seine anhaltende Lübeck-Faszination.

"Diese Stadt ist nicht nur künstlerisch meine Wahlheimat geworden. Wo sonst finde ich direkt vor der Tür ständig wechselnde Ausstellungen von lebensgroßen Motiven, getaucht ins nordische Licht? Wenn es ein Fotografenparadies gibt, ist Lübeck ein Teil davon."

Seit Anfang 1990er ist Alexander Jensko Mitgestalter der "tradigitalen Kunst", eines Trends, der sich intensiv des Computers bedient, ohne die Technik als Selbstzweck in den Vordergrund zu rücken. "Nicht der Computer beeinflusst mein Leben; die Kunst tut es", sagt Alexander, der sich gegen das Image eines "Computergeeks" vehement zu wehren weiß. "Freunde halten mich für einen IT-Spezialisten und fragen oft nach Rat. Dabei habe ich von der ganzen Computerei keine Ahnung. Mein Mac tut, was ich will, mehr verlange ich nicht. Ein Maler muss auch kein begnadeter Staffeleibauer sein".

Von der Schwarzweiß-Fotografie, die er in eigenem Labor, pardon: Badezimmer verarbeitete, kam Alexander direkt zur Digitalfotografie, Photoshop und EBV. "Die Farbfotografie war mir in Eigenregie zu umständlich und zu kostspielig, und wenn ich die Filme weggab, bekam ich nie die gewünschten Resultate". 1992 ersetzte bei ihm der Mac LC die Dunkelkammer. "Das war wie eine Offenbarung. Ohne Chemie, ohne diese ganze Materialschlacht, dafür mit unerhörter Präzision konnte ich die Grenzen des Mediums ausloten – und sprengen".

Zur seinem Schaffen sagt Alexander: "Ich mache immer alles falsch. Als ich Kurzgeschichten schrieb, waren sie wie Bilder. Wenn ich Bilder male, sind es Kurzgeschichten. Wenn ich Musik mache, sind es Momentaufnahmen, und meine Fotos klingen. Vielleicht eines Tages, wenn ich viel Zeit habe, setze ich mich einmal hin und schreibe, spiele, fotografiere alles noch einmal, so dass es endlich stimmt".

Dieses Bild können Sie auch als Hintergrundbild herunterladen.










www.aljen.de
www.luebecker-altstadt.de

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