| Johnny Mastro & Mama's Boys - Rau, dreckig, hart! |
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Montag, 21. September 2009
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Aus Los Angeles, Kalifornien, in die Bluesgarage Isernhagen bei Hannover gekommen... „and they kick Ass“. Johnny Mastro & Mama's Boys exklusiv im Interview mit "Unser Lübeck". Mit ihrem erdigen Bluesrock in der Tradition des Chicago Blues der späten 40er und 50er Jahre, gemischt mit Einflüssen des jüngeren Long Beach Sounds, haben Johnny Mastro (Vocals & Bluesharp), Smokehouse Brown (Gitarre), Michael Hightower (Bass, spielt übrigens auch im aktuellen Line-Up der Doors) und Jimmy Goodall (Drums), keine Klischees nötig. Ehrliche handgemachte Musik, die uns im positiven Sinn so richtig in den Hintern getreten hat. ![]() Der Rhythmus, mit dem jeder mit muss! Mit ihrem Dampfhammer Bluesrock, der mit einem Bein fest im Boden der Vergangenheit verankert ist und mit dem anderen Haxen mutig in die Zukunft spielt, hatten die Mama's Boys einen authentischen Gig gespielt - ohne Schnörkel und komplexe Arrangements, der vom ersten Stück an den Anfahrtsweg von Lübeck nach Hannover mehr als lohnend machte. Wir wundern uns nach diesem Abend nicht, dass die Band 2007 hinter Buddy Guy und noch vor Kenny Wayne Shepherd in Europa die meisten CD's ihres Genres verkaufte. Johnny Mastro fährt den Blues mit seiner Harmonica wie einen Güterzug in meine Ohren, und sein leidenschaftlicher Gesang spiegelt sich gleichwohl passioniert in den Gesichtern des Publikums wieder. Die Band spielt dreckig minimalistisch – vielleicht gerade deshalb drückt sich dieser Sound so eindrucksvoll und respektlos in die Brust der Gäste. Die Mama's Boys wurden 1993 von Johnny Mastro in Los Angeles im renommierten Club Babe's & Ricky's Inn gegründet und wurden durch die Besitzerin des Clubs, „Mama“ Laura Mae Gross schnell zur Hausband protegiert. Die Band spielt mittlerweile 200 bis 300 Gigs im Jahr und hat sich stetig weiterentwickelt. So spielen sie nicht selten auch auf großen Blues-Festivals, u. a. auf dem Long Beach Blues Festival oder wenn wir Europa nehmen, das Peer Rhythm 'n' Blues Festival vor 30.000 bis 80.000 Blues-Fans. In Kalifornien haben sie sich sowieso zu einem Grundnahrungsmittel des Radios entwickelt... Dieser Nahrungsaufnahme wollte sich Unser Lübeck nicht entziehen und hat sich beim Interview mit Johnny Mastro einen Nachschlag geholt: ![]() M. Stohanzl und J. Mastro Johnny Mastro: Inspiration bekomme ich aus vielen Ecken, aber wenn Du die wichtigsten Einflüsse meinst, dann kommen die sicher von Musikern wie Elmore James oder Sonny Boy Williamson. Grundsätzlich machen wir aber unser eigenes Ding. Wir alle sind ein Produkt aus unserer Vergangenheit. Ich meine damit die Erfahrungen, die wir gemacht haben, und die Musik, die wir hören, prägt uns in gewisser Weise. Ich mag die Slide-Gitarristen sehr. Unser Lübeck: Ihr spielt in Stadien, und ihr spielt in kleinen Clubs. Macht das für Dich einen Unterschied, vor vielen Menschen zu spielen, oder bevorzugst Du das kleine Auditorium? Johnny Mastro: Im Grunde spielen wir gerne vor jedem Publikum. Wir möchten unseren Fans eine gute Zeit bieten. Eine Zeit, die sich unser Publikum nimmt, um uns zu sehen und zu hören. So geben wir den Leuten etwas zurück, die teilweise von weit her kommen. Wie ihr ja auch – ihr seid ja auch ein paar Meilen, bzw. Kilometer von Lübeck nach Hannover gefahren. Und wir als Band haben unseren Spass, wenn unsere Musik den Leuten etwas gibt. Der Vorteil in den Clubs zu spielen besteht einfach darin, dass Du die Nähe zu den Leuten hast. Der Kontakt ist direkter – das spüre ich bei jedem Gig und unsere Gäste eben auch. Unser Lübeck: Was bedeutet es für euch, Erfolg in Deutschland und Europa zu haben? Johnny Mastro: Es gibt uns sehr viel, hier Erfolg zu haben. Das deutsche und europäische Publikum ist großartig. Wir erleben hier einen wirklichen Sachverstand in Sachen Musik. Das ist sehr bemerkenswert. Das einzige, was etwas schwierig in Europa ist, ist die Tatsache, dass man hier schlechter Auftritte unter der Woche bekommt. Da geht mehr am Wochenende. Unser Lübeck: Wie wichtig ist das Songwriting in Bezug auf Studioarbeit für Dich und die Band? Johnny Mastro: Oh ja, das ist sehr wichtig! Das Songwriting ist mein Weg, um mich auszudrücken. Und Spass im Studio haben wir allemal, obwohl das auch wirklich harte Arbeit ist. Den Lohn bekommen wir dann von Euch bei den Live-Gigs und sicher auch durch die Plattenverkäufe. Unser Lübeck: Wie wichtig war Los Angeles für Dich um Musiker zu werden? Johnny Mastro: Oh ja, da sprichst Du mir aus der Seele – L.A. war und ist auch in Zukunft ein wichtiger Faktor in meinem Leben und ein eindrucksvoller Schmelztiegel der Musik. Ganz besonders hat mich hier Laura Mae Gross beeinflusst und auch gefördert. Sie hat mich unter ihre Fittiche genommen und immer wieder angespornt. Sie ist ein ganz faszinierender Mensch. Ich glaube, da haben viele Menschen, die Live-Musik veranstalten, etwas gemeinsam. Unser Lübeck: Danke für das Gespräch Johnny! Johnny Mastro bleibt sich und seiner Musik immer treu und er weiß, unter welchem Stein er den Blues gefunden hat... die Mama's Boys sind keine Bar-Band... diese Band spielt nichts, als die reine Wahrheit... Übrigens: Über die ganz hervorragende Location Bluesgarage-Isernhagen gibt es diese Woche auch noch einen Bericht und ein Interview über das 10-jährige Jubiläum mit den Inhabern Carol & Henry... da sprechen wir über das kommende und wirklich ausgesuchte Programm mit Newcomern und den 'großen Acts'. Also es lohnt sich, auf die Seiten von Unser Lübeck zu schauen... Fotos: (c) Sven Dietrich Johnny Mastro im Internet: www.myspace.com/johnnymastroandmamasboys www.johnnymastro.com Johnny Mastro & Mama's Boys: The Black Album (2006) Johnny Mastro & Mama's Boys: Take Me To Your Maker (2007) |
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Aus Los Angeles, Kalifornien, in die Bluesgarage Isernhagen bei Hannover gekommen... „and they kick Ass“. Johnny Mastro & Mama's Boys exklusiv im Interview mit "Unser Lübeck".








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Ein herzliches Hallo an alle,
das Konzert war super gut und voller Power. Der alte Mann der ist mir auch so neben bei überhaupt nicht aus den Kopf gegangen. Wie der das so 2 1/2 Stunden durchgehalten hat.
Ich glaube das diese Art von Musik den Körper wieder Jung werden lassen musste. Hat mir persönlich sehr gut gefallen.
Ich bin den Abend extra auch von Hamburg aus dorthin gefahren, hat sich gelohnt. Ja und das Interview ist auch gut. ich denke das der Stohanzel das gut wieder gegeben hat.
Mit besten Grüßen an Lübeck Andreas Akens
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