|
Trotz Wirtschaftskrise: Der Frühling kommt – und mit ihm die Konsumlust! |
|
|
|
|
Von Britta Koth
|
Freitag, 27. März 2009
|
 Distel & Distel Gibt es überhaupt noch jemanden, der um 20 Uhr gerne die Nachrichten schaut? Kann es noch jemand hören – diese deprimierenden Ansagen des immer Gleichen? Kriegt nicht jeder inzwischen die Krise beim Hören eben dieses Wortes? Die tägliche Litanei unter dem Motto „Zusammenbruch unseres Landes“ ermüdet selbst den negativsten Denker. Arbeitslosigkeit, Entlassungswellen, Pleitepanik – es wird Zeit, dass pünktlich zum Beginn der schönsten aller Jahreszeiten etwas dagegen gesetzt wird. Eine Handvoll Banker hat die Welt in den globalen Abgrund geführt – na und? Sie haben Ihre Lebensersparnisse verloren, weil Sie in Lehmann investiert haben – ist das denn wichtig? Ihnen wurde heute Morgen Ihre Entlassung für heute Nachmittag angekündigt – so what? Fragen Sie sich doch einmal im Ernst: Ist das tatsächlich von Bedeutung, wenn draußen der Frühling beginnt? Wenn die ersten Märzbecher blühen, sollte man nicht an Schierlingsbecher denken, und wenn die Frühlingssonne aufgeht nicht an den Untergang. Es geht auch anders: Wir sind für Sie einmal durch Stadt und Wald gegangen, haben uns umgeschaut und Ihnen einige der schönsten, anrührendsten und schicksten Frühlingsboten mitgebracht. Zusammen mit e i n e r Botschaft: Die Welt ist schön. Vergessen Sie das nicht!
|
Echt krass wirklich, wenigstens spricht einer mal die ganzen Sachen mit dem nötigen Humor an, der in den Nachrichten fehlt. Das steht der staatlich geförderten Depressionslawine entgegen und ist somit auch Konjunkturfördernd.
Martin hat das Ganze sehr gut kommentiert, finde ich - und Britta es gut dargestellt. Es muste mal gesagt werden und hat mich tatsächlich mehr angesprochen als eine dieser 20 Uhr-Nachrichten es konnte.Wer selbst beim Schlimmsten den Humor nicht ganz verliert, ist für mich schon deshalb ein wertvoller Mensch. Es gibt viele, die sich daran festhalten können, auch wenn dies immer nur für eine Weile sein kann. Darum wünsche ich mir noch mehr Beiträge dieser Art!
Sehr gut die Schlipsfotos, endlich ist ihr Ursprung erkannt: die Verwandlung abgeschnittener Galgenstricke zum unerlässlichen Detail der Uniform windiger Galgenbrüder, die, es zeigt sich auch jetzt wieder, irgendwie immer entkommen. Mit knapper Mühe zwar, aber doch. Man muss den schwarzen Humor sehen, mit dem sie aus dem Stück Strick ein so typisches Utensil gemacht haben. Die Welt ist schön! Nutze die Möglichkeiten! Trage das Risiko zur Schau! Auf in den Frühling mit buntem Schlips und Totenkopf am Revers!
Seite 1 von 1