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| 4. Shortfilm Slam im Filmhaus - Die bunte Elf |
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Sonntag, 22. März 2009
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Seit die Bilder laufen gelernt haben, ist viel passiert auf den Leinwänden der Welt. Alles, was einen bewegt , kann da bewegt werden. Und reichlich Bewegung war auch beim 4. Shortfilm Slam am Freitagabend im Filmhaus drin. Elf Filme – das sind elf völlig verschiedene Ideen, elf Themen, elf Arten, einen Kurzfilm zu machen, elf Hoffnungen auf den Sieg beim Slam. Aber es kann bei so einer Schlacht nur einen Gewinner geben. Langsam kennen die Besucher der Shortfilm Slams das Prozedere: Tilo Strauß moderiert durch den bunten Abend. Am Anfang werden an fünf Zuschauer die Karten mit Zahlen von 1 bis 10 ausgeteilt – damit wird bewertet. Und die Jury war an diesem Abend hart, aber gerecht. Keine halben Sachen, sondern klare Ansagen waren an der Tagesordnung. Das bekamen die Macher des ersten Films gleich zu spüren. Ein Musikvideo zu dem Song von Katriana "Kluge Gedanken" kam nicht so gut an. Vielleicht, weil es an Spannung ein wenig mangelte. Trotz handwerklich guter Umsetzung seitens Iwailo Nikolovs, Patrick Schwedtlers und Christian Kossels. Startplatz zwei hatte der 35mm-Dokumentarfilm "Motodrom", Regie führte Jörg Wagner. Ebenfalls kein Amateurfilm, sondern ein rasend schneller Film in einem Motodrom, in dem Autos und Motorräder in einem hölzernen Steilwandkessel wilde Runden drehen. Das hatte alles, was man sich wünscht: schwarz-weiß für die 50er Jahre-Atmosphäre, Höllenlärm der Maschinen, gewagte Kamerafahrten und schnelle Schnitte. Trotzdem kein Kandidat für’s Treppchen. Der Handyfilm "Blomberg" von Christian Kossel kam da schon besser an. Ein heiterer Zusammenschnitt zwischen Autopannen und Baumfällen. Der Mann hält sich weder an Zeit-Achsen noch an Kamera-Achsen. Seit Tarantino sei das salonfähig, findet Christian Kossel im Gespräch mit Tilo Strauß. Und Recht hat er. 35 Punkte reichen doch nicht für den Sieg, aber zu Platz 3. Profi-Technik und Budget sind eben nicht alles – Kreativität macht so manches wieder wett. Mit "Mein Freund der Baum" war auch eine filmische Umsetzung zum Gedicht des Slam-Poeten Till Müller-Klug zu sehen. Herrlich psychedelische Kameraführung, hervorragend gelesen: "Dein Kühler frisst dir den Weg frei…Wow, dein cooler Kühler… Dein Kühler frisst dir eine Landebahn in das Wäldchen…" Eine perfekte Symbiose von Lyrik und Film, doch die Jury sah das anders. Gerade mal 25 Punkte (von 50 möglichen) für die berauschte Fahrt. Nicht besser erging es "Kvalitetstrafik" von Karsten Wiesel. Wiesel hat in einem Vorort von Kopenhagen eine gespenstische Welt aus Neubauten in der Mitte von Nirgendwo und U-Bahnen ohne Fahrer in geisterhaft leeren Bahnhöfe entdeckt und beobachtet. Ein beunruhigend stiller Dokumentarfilm mit interessanten Sequenzen von Metrostationen, Überwachungsbildschirmen und umherhuschenden Bahnen. Publikum und Jury mochten den Film nicht so sehr. Der unruhig tuschelnden Menge war nach Spaß zumute. Den gab es auch gleich darauf bei "Metal Man". Da waren wieder die Macher von Doggysmile Pictures aus Kiel am Werk. Ein neues Stück aus der Trash-Werkstatt. Die Dialoge grauenvoll, das Drehbuch von größter Schlichtheit, aber das Blut fließt in feinster Splatter-Manier. Auch mit praktisch talentfreien Schauspielern kann man punkten – Trash hat Konjunktur und so bekam "Metal Man" immerhin 35 Punkte und teilte sich damit den 3. Platz mit "Blomberg". |
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Seit die Bilder laufen gelernt haben, ist viel passiert auf den Leinwänden der Welt. Alles, was einen bewegt , kann da bewegt werden. Und reichlich Bewegung war auch beim 4. Shortfilm Slam am Freitagabend im Filmhaus drin. Elf Filme – das sind elf völlig verschiedene Ideen, elf Themen, elf Arten, einen Kurzfilm zu machen, elf Hoffnungen auf den Sieg beim Slam. Aber es kann bei so einer Schlacht nur einen Gewinner geben.

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Mein Film ist der beste!
Und sowieso, kommt jemand echt aus Italien und meldet seinen Film in Lübeck an, da hat man ja gar keine Chance, auch wenn Fernsehproduktionen zugelassen sind!!! schluchz!
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