Alle Artikel zu diesem Thema: |
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Dienstag, 3. November 2009
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Neulich erzählte mir ein befreundeter Künstler bei einem Abendessen eine kleine Geschichte von weit, weit weg - denn hier könnte so was natürlich nie passieren: Nachdem er seine Bilder über viele Jahre hinweg international ausgestellt und mehrere Preise und Auszeichnungen für seine Arbeit erhalten hatte, nachdem einige seiner Werke in verschiedenen Museen gezeigt wurden und im öffentlichen Raum im In- und Ausland präsent waren, fand er, es war an der Zeit, auch in seinem Heimatort künstlerisch vertreten zu sein.
Von Anja Es
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Donnerstag, 1. Oktober 2009
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Ja, da staunt man: So ein kleines Bild - sagen wir, 50 x 60 cm, Acryl auf Leinwand - einer Künstlerin von der man noch nie gehört hat, hängt in einer Galerie und kostet mehr als ein Monatsgehalt! Da bläst so mancher die Backen auf und fragt sich, wie so ein Preis zustande kommt. – Mancher fragt sich das auch nicht und schließt gleich messerscharf, dass der Galerist mal wieder kräftig abzockt.
Von Anja Es
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Dienstag, 1. September 2009
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Unser Dorf soll schöner werden heißt eine Kampagne, und erreichen will man eine Imageverbesserung und Aufwertung ländlicher Gebiete. Da wird dann gegärtnert, gesäubert und geharkt und schon entsteht eine romantische Idylle, wie Rosemarie Pilcher sie schöner nicht hätte beschreiben können.
Von Anja Es
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Sonntag, 2. August 2009
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Da sind sie wieder! Kaum sind die abstrakten Bilder der renommierten Künstlerin gehängt, kommen sie in Scharen: Die, die „so was“ auch können, wenn nicht besser. Die, die mit so einem Gekleckse auch mal so viel Geld verdienen wollen und die, die gleich das Beispiel mit dem Schimpansen parat haben, dessen Bilder für Tausende von Dollars gehandelt worden sein sollen. Die bringen gleich ihre große Kennerschaft zum Ausdruck und machen klar, dass sie nicht so leicht zu verarschen sind.
Von Anja Es
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Donnerstag, 2. Juli 2009
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„Ohne Kunst kann ich nicht leben.“ Diesen Satz höre ich öfter und er ist natürlich Quatsch. Selbstverständlich kann man ohne Kunst leben! Existieren kann man schon von Luft, Licht, Essen und Trinken, und wer dazu noch geliebt wird und über ein gehöriges Maß an Freiheit und Sicherheit verfügt, kann ganz gut leben.
Von Anja Es
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Mittwoch, 3. Juni 2009
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Künstler gehören zu der am schlechtesten verdienenden Berufsgruppe der Welt. Nur etwa drei Prozent aller ausgebildeten Künstler können überhaupt von ihrer Kunst leben; ein winziges Prozentchen erlangt einen gewissen Bekanntheitsgrad; der Rest muss neben der Kunst noch irgendeinen Brot-Job machen. – Wer Künstler wird, muss bescheuert sein.
Von Anja Es
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Samstag, 16. Mai 2009
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Diese Frage hat schon viele Groß- und Kleingeister an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht. Die einen, weil es so viele Antworten darauf gibt, die anderen, weil sie die Frage nicht verstehen. Anja Es, Künstlerin, Ausstellungsmacherin, ewige Predigerin der Kunst, macht einen Versuch zur Güte: Mit ihren Predigten zur Kunst beleuchtet sie das Thema von innen heraus und sorgt für erhellende Momente. Aber Vorsicht: Wer lichtempfindlich ist, sollte besser eine Sonnenbrille aufsetzen!
Von Anja Es
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