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„Den Kapitalismus bei den Eiern packen“ – das ist Gospodins Credo. Den Stier bei den Hörnern packten am Freitagabend bei der Premiere von „Genannt Gospodin“ Astrid Färber, Will Workman und Henning Sembritzki. Das Goldene Kalb flog in hohem Bogen aus dem Fenster, während die Zuschauer an der Kaffeetafel staunten. Die Geschichte des Antikapitalisten begann jedoch mit einem Lama.
Von Stephanie Gerlich
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Das überaus ambitiöse Wagner-Mann-Projekt hat dem Lübecker Theater viel Ehre und viele zahlende Zuschauer eingebracht. So waren denn auch an diesem ersten September-Sonntag die Erwartungen auf die Neuinszenierung des zweiten Teils des Gesamtkunstwerkes "Der Ring der Nibelungen“ im ausverkauften Großen Haus an der Beckergrube entsprechend hoch.
Von Horst Schinzel
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Der Prinzipal des Lübecker Theatersommers Michael P. Schulz ist Spezialist für Ausgrabungen. Im Umfeld des Wagner-Mann-Projekts des Lübecker Stadttheaters hat sich Schulz des Themas Wagner im Allgemeinen und des „Ring“ im Besonderen angenommen. Aus Versatzstücken gewisser Gisbert und Rideamus, des Meisters selbst, Robert Stolz und Oscar Straus hat er ein Pasticchio gebacken, das er unter dem Titel „Der RING, der nie gelungen“ zum Abschluss der diesjährigen Spielzeit des Theatersommers herausgebracht hat.
Von Horst Schinzel
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Seiteinem Vierteljahrhundert brechen den Opernhäusern die Zuschauer weg. Spät, sehrspät erst ist diese Erscheinung den Intendanten und Generalmusikdirektorenbewusst geworden. Auch, dass man junge Menschen nicht mit dem Weihnachtsmärchenan das Musiktheater heranführen kann.
Von Horst Schinzel
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Michael P. Schulz, Prinzipal des Lübecker Theatersommers, engagiert sich nicht erst seit 2008 als dem 125. Todesjahr des Lübecker „Hausdichters“ Emanuel Geibel (1815 – 1884) dafür, dessen Gedächtnis wach zu halten. Mit begrenztem Erfolg: Die Vaterstadt ist nicht nur aus finanziellen Gründen wenig geneigt, hierfür Kräfte aufzuwenden. Die Zeit ist halt über diesen verdienstvollen Dichter hinweg gegangen. Selbst Gebildete wissen kaum noch, dass etwa das Volkslied „Der Mai ist gekommen“ aus seiner Feder stammte.
Von Horst Schinzel
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Die Lübecker Sommeroperette hat in ihrer 15. Spielzeit endgültig den Kampf mit den Naturgewalten aufgegeben. Aus dem Hof des Johanneums, das zum Teil mittelalterliche Bausubstanz aufweist, ist die diesjährige erste Produktion in die Aula der Schule, einen herrlichen Jugendstilsaal, umgezogen, nachdem sich ein Versuch mit einem Zelt im Vorjahr als problematisch erwiesen hatte.
Von Horst Schinzel
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Ein Abend, an dem jedem Opernfreund das Herz aufgehen musste: Große und großartige Stimmen, eine stimmige und spannende Inszenierung, ein gut aufgestelltes Orchester - nur leider nicht vollständig trocken.
Von Horst Schinzel
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In den Anfangsjahren der Eutiner Festspiele – die damals noch „Sommerspiele“ hießen – sprach man an einem solchen Abend von „Freischützwetter“.
Von Horst Schinzel
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Vor beinahe 50 Jahren, genauer am 26. März 1960, feierte "Die Kurve" von Tankred Dorst ihre Uraufführung am Theater Lübeck unter der Regie von Hansjörg Utzerath. 49 Jahre und drei Monate später ist diese Farce voller Morbidität beim theater stiller wahnsinn lübeck noch frisch wie am ersten Tag.
Von Stephanie Gerlich
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Ein Theaterabend der ganz besonderen Art ist zur Zeit in Hamburg anlässlich der ALTONALE 2009 zu sehen. Die Uraufführung „Das Hörlabor“ von David Chotjewitz, Regie: Corinna Sommerhäuser. In dem sonst als „Musiktempel“ benutzen Soundhafen wird man als Zuschauer von Beginn an sozusagen als Kunde in den „Tag des offenen Ohrs“ eingeführt.
Von Ralf Küpper
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